Der Einstieg von PCs bedeutete für Blinde einen ähnlichen historischen Umbruch, wie die Erfindung der Braille-Schrift. Spezielle Vorlese-Anwendungen, welche die grafischen Informationen in Sprachausgabe wiedergeben, ermöglichen heutzutage Blinden mit denselben Applikationen wie Sehende zu arbeiten.

Auf der anderen Seite, mit den für Sehende erstellten Applikationen zu arbeiten, ist für Blinde in keiner Weise einfach. Trotz aller Mühe, welche Blinde im Unterschied zu Sehenden bei der Arbeit mit einem Computer aufwenden, bleibt für sie eine ganze Reihe von Funktionen und Informationen unzugänglich. In gewissem Maß hat dies einen objektiven Grund; eine unabdingbare Rolle spielt hier jedoch auch die Qualität der verwendeten Assistenz-Technologien.

Die Computertechnik erlebt in den letzten Jahren eine dramatische Entwicklung, deren treibende Kraft der immer stärkere Einfluss des Internets ist. Immer mehr Applikationen verschieben sich in das Umfeld der Web-Browser, was ganz neue Anforderungen an ihre Zugänglichkeit für Blinde stellt.

Die auf die Zugänglichkeit des ganzen Internet-Raums gerichteten Strategien sind in vielerlei Hinsicht unvertretbar, oftmals produzieren sie allerdings Lösungen, deren Benutzung neben überdurchschnittlichen Kenntnissen im IT-Bereich auch überdurchschnittliche Geduld benötigt.

Das vertonte Web-Portal FriendlyVox kommt mit einer Strategie, die auf einer spezifischen Lösung der Zugänglichkeit für die meistbenutzten Internet-Dienste basiert. Unsere Absicht ist einen hochwertigen Zugang zu Dienstleistungen wie Email, Youtube, Wikipedia oder Facebook anzubieten, und somit zu einer global bevorzugten Wahl blinder Benutzer bei Benutzung dieser Dienstleistungen zu werden.